Industriefotografie
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Na ja, fotografieren konnte er ja schon länger, gel?
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Variationen zum Thema Shift&Tilt
am Beispiel alter Industrie von Wolf-Dieter Dietrich.
Entstanden im Rahmen eines Rollei-Workshops mit der Rolleiflex 6008 integral und Einsatz der Verschiebe- und Verschwenkmöglichkeiten des Schneider PCS Super-Angulon 4,5/55 HFT PQ.
Klick auf´s Bild!
Ein Versuch zur Standortbestimmung
von Volker Behnke
Was zeigt Industriefotografie?
Die zunächst einfach erscheinende Antwort bleibt spätestens dann unausgesprochen, wenn man sich exemplarisch einige Bilder anschaut, die unter dem Begriff "Industriefotografie" präsentiert werden. Stellvertretend seien hier die Gewinner des Peter-Keetman-Preises für zeitgenössische Industriefotografie in der rechten Spalte gezeigt:


1.Platz ....
Alles klar?
Der Preis für zeitgenössische Industzriefotografie trägt den Namen von Peter Keetman, einem herausragenden deutschen Fotografen, der als einer der Repräsentanten der "Subjektiven Fotografie" gilt.
Für den "Brockhaus" wurde hingegen die Industriefotografie besonders von den Vertretern der "Neuen Sachlichkeit", wie z. B. A. Renger Patzsch oder K. Blossfeldt forciert. Diese zufällig gewählten Beispiele werfen meiner Ansicht nach ein interessantes Licht auf den Umgang mit dem Begriff "Industriefotografie", sowohl in sprachlicher, als auch in inhaltlicher Hinsicht.


...Florian Schwinge,
"Topographs 2001"
Es wird deutlich, daß es an einer leicht zu erfassenden Definition fehlt.
Der Fotograf wird deshalb durch das Genre "Industriefotografie" nicht etwa auf eine bestimmte Attitude verpflichtet wird, sondern im Gegenteil steht ihm das gesamte Spektrum zwischen Identifikation und Distanziertheit - verbunden mit den jeweiligen technischen Gestaltungsmöglichkeiten - zu Gebote.Gleichwohl bedarf es einer gewissen inhaltlichen Konkretisierung, die ich hier einmal am Wort "Industrie" festmachen möchte.

Der Begriff "Industrie" selbst bezeichnet die gewerbliche Gewinnung von Rohstoffen, deren Be- und Verarbeitung, ebenso wie von Halbfabrikaten, die Veredelung von Sachgütern sowie Montage und Reparaturarbeiten. Die Industrie grenzt sich vom Handwerk durch eine stärkere Trennung von Leitung und Produktion ab. Ihre Merkmale sind im Besonderen Arbeitsteilung, Spezialisierung, Mechanisierung und Rationalisierung der Produktion.


2. Platz:
Martin Richter,
"Moderne Ställe"
Bilder zu finden, die diese Prozesse und deren Manifestationen veranschaulichen / versinn"bild"lichen, soltte meiner Meinung nach Aufgabe des Industriefotografen sein. Dieser Blickwinkel erweitert sich darüber hinaus, wenn auch die geschichtlichen und sozio-kulturellen Auswirkungen der Industrie thematisiert werden.

Dies ist natürlich ein theoretischer Ansatz und ein Industriefoto muß sich nicht notwendiger Weise unter eine solche Definition subsumieren lassen und ebenso wenig muß dieser Industriebezug auf den ersten Blick erkennbar sein - wie auch die o. g. Bilder anschaulich dokumentieren -, gleichwohl kann eine derartige Auseinandersetzung mit dem Thema der Aufnahme, zu einem Hinausgehen über die bloß emotionale Reaktion auf ein Objekt führen und die Erfahrung der Fotografie auf eine somit breitere Basis stellen.


3. Platz:
Joseph Sappler, "Industriearbeiter"
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